So erkennen Sie den Teichmolch

Teichmolch - Alexandra Mohr & Sascha Schmidt (www.herpshots.de)
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Teichmolch - Lissotriton (Triturus) vulgaris

Merkmale:

Die Färbung der Oberseite variiert individuell zwischen lehmgelb, braun und oliv. Während sich bei den Männchen auf der Grundfärbung gut abgegrenzte, rundliche schwarzbraune bis schwarze Flecken befinden, stellt man bei den Weibchen eine dichte schwarzbraune bis schwarze Tüpfelung fest, die auf jeden Flanken zu einem oder mehreren deutlichen Längsbändern zusammengefasst sind. Diese Längsbänderungen beginnen an der Kopfseite und gehen bis zur Schwanzspitze. Im unteren Bereich der Flanken geht die dunklere Körpergrundfarbe in ein schmutziges Weiß über. Diese Färbung der unteren Flanken zieht sich bis zu Bauchmitte, wo viele Exemplare ähnlich dem Fadenmolch strohgelb bis dunkel orangerot gefärbt sind. Beide Geschlechter weisen einen Streifen an den Kopfseiten unterhalb des Auges auf. Beide Geschlechter entwickeln in der Wassertracht eine Rückenleiste und einen Hautsaum ober- und unterhalb des Schwanzes. Dies ist jedoch beim Männchen in einer deutlicheren Ausprägung der Fall. Die Körperform des Teichmolchs ist ähnlich dem Fadenmolch schlanker und feingliedriger als beim Bergmolch. Der leicht vom Rumpf abgesetzte Kopf wird zur Schnauze hin schmal. Teichmolche können Maximalgrößen von 110 mm erreichen, bleiben jedoch in der Regel kleiner. Die Paarungszeit erstreckt sich etwa von Anfang April bis Ende Juni. Die Weibchen setzen in einer Saison insgesamt 100 bis 300 Eier ab, die sie jeweils einzeln in die Blätter von Wasserpflanzen einfalten. Teichmolche sind in der Regel nachtaktiv, lediglich während der aquatischen Phase auch tagaktiv.

Die Larven sind zunächst gelblichweiß gefärbt mit zwei dunklen Streifen auf jeder Flanke. Nach wenigen Tagen wird die Grundfärbung gelblich bis gelblichbraun mit einer dunklen Fleckung.

Verbreitung:

Fast in ganz Europa verbreitet, mit Ausnahme der Iberischen Halbinsel, Teilen Frankreichs und Skandinaviens.

Lebensraum:

Landlebensraum: Vor allem Laub- und Mischwälder, Gärten, Ruderalstandorte, Sumpfwiesen und Flachmoore, Viehweiden und Wiesen.

Aquatischer Lebensraum: Kleine bis mittelgroße fischfreie Gewässer mit reichlich Vegetation, ausgedehnten Flachwasserzonen und guter Besonnung außerhalb des Waldes.

Verwechslungsarten:

Fadenmolch (Lissotriton helveticus)

Gefährdungssituation im Saarland:

Vorwarnliste. Zur Roten Liste des Saarlandes

Literatur:

Laufer, H. & Fritz K. & Sowig P.(2007): Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs

Bitz, A. et al. (1996): Die Amphibien und Reptilien in Rheinland-Pfalz

Kwet, A. (2005): Reptilien und Amphibien Europas

Flottmann, H. et al. (2008): Rote Liste der Reptilien und Amphibien des Saarlandes (Amphibia, Reptilia)