So erkennen Sie den Laubfrosch

Europäischer Laubfrosch  - Alexandra Mohr & Sascha Schmidt (www.herpshots.de)
Europäischer Laubfrosch - Alexandra Mohr & Sascha Schmidt (www.herpshots.de)
Europäischer Laubfrosch  - Alexandra Mohr & Sascha Schmidt (www.herpshots.de)
Europäischer Laubfrosch - Alexandra Mohr & Sascha Schmidt (www.herpshots.de)

Europäischer Laubfrosch - Hyla arborea

Merkmale:

Die Hautoberfläche ist glatt und glänzend, die Oberfläche meist leuchtend grün gefärbt. Je nach Befinden und Umgebungstemperatur kann sich die Färbung der Oberseite verändern. Die Variationen reichen hier von hellgrau über gelblich bis dunkelgrün. Auf den Körperseiten zieht sich ein dunkler Flankenstreifen vom Nasenloch über das Trommelfell bis zur Hüfte, wo er nach oben und vorn eine große Hüftschlinge bildet. Der Kehlbereich ist geschlechtsabhängig gelb bis gelbbraun oder weiß bis hellgrau. Das Auge besitzt waagerechte elliptische Pupillen. In der Regel erreichen Laubfrösche eine Kopf-Rumpf-Länge von 40-50 mm, selten mehr. Die Paarungszeit erstreckt sich von Anfang April bis Mitte/Ende Juni. In dieser Zeit sind auch - besonders in lauen Nächten – die mächtigen Chöre der Männchen zu hören. Die einzelnen Laichballen enthalten etwa zwischen 7 und 150 Eiern, wobei mehre Laichballen abgelegt werden. Im Schnitt legt ein Weibchen insgesamt bis zu 400 Eier in mehreren Laichballen ab, es können jedoch auch deutlich mehr erreicht werden. Auch wenn Laubfrösche tagsüber beim Sonnen beobachtet werden können, sind sie in der Regel dämmerungs- und nachtaktiv mit Schwerpunkt in den Abendstunden.

Verbreitung:

Weit verbreitet in Europa, fehlt jedoch im Norden und Großbritannien, sowie in großen Teilen Italiens und der Iberischen Halbinsel.

Lebensraum:

Landlebensraum: reich strukturierte und stark vom Grundwasser beeinflusste Habitate wie Flussauen, aber auch Nasswiesen und Waldränder. Durch ihre kletternde Lebensweise werden Sträucher wie z.B. die Brombeere, Hasel und Schlehe bevorzugt, die jedoch relativ windgeschützt und sonnenexponiert sein sollten. Aber auch Hochstaudenfluren werden als terrestrische Lebensräume häufig angenommen.

Aquatischer Lebensraum: Vor allem stehende, kleinere bis mittelgroße Gewässer mit ausgeprägter Flachwasserzone, die zumindest teilweise, besser jedoch völlig besonnt sind und eine gute Wasserqualität aufweisen.

Verwechslungsarten:

Im Saarland keine.

Ruf:

Rufe der Männchen von Anfang April bis Ende Juni/Anfang Juli. Danach Rufpause bis etwa Mitte August. Die zweite Rufphase dauert bis etwa Ende September, wobei diese nicht die Intensität der ersten Rufphase erreicht.

http://www.amphibien-reptilien.com/info-europaeischer-laubfrosch.html

Gefährdungssituation im Saarland:

Vom Aussterben bedroht. Zur Roten Liste des Saarlandes

Literatur:

Laufer, H. & Fritz K. & Sowig P.(2007): Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs

Bitz, A. et al. (1996): Die Amphibien und Reptilien in Rheinland-Pfalz

Kwet, A. (2005): Reptilien und Amphibien Europas

Grosse, W. (2009): Laubfrösche - Europa Mittelmeerregion, Kleinasien

Flottmann, H. et al. (2008): Rote Liste der Reptilien und Amphibien des Saarlandes (Amphibia, Reptilia)