So erkennen Sie den Fadenmolch

Fadenmolch - Alexandra Mohr & Sascha Schmidt (www.herpshots.de)
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Fadenmolch - Alexandra Mohr & Sascha Schmidt (www.herpshots.de)

Fadenmolch - Lissotriton (Triturus) helveticus

Merkmale:

Die Oberseite variiert von gelb bis braun. Unterschiedliche Zeichnungsmuster, die von einer schwärzlichen Pigmentierung und dunklen Punkten - die unregelmäßige Linien oder Bänder bilden können - reichen, sind möglich. Darüber hinaus findet man auch Tiere mit dunkeloliv gefärbten Fleckungen oder Marmorierungen. Die Grundfärbung der Flanken wird nach unten heller. Die Unterseite ist in den Randbereichen schwächer, in der Bauchmitte jedoch deutlich strohgelb bis gelblich orange gefärbt. Die Kehle ist weißlich bis leicht rosa gefärbt. Ein dunkler Querstrich zieht vom Nasenloch durch die goldfarbene Iris des Auges bis zum Hals. Der Rückenbereich ist bei Männchen durch eine beidseitig deutlich hervorspringende Hautleiste vom Flankenbereich abgegrenzt, wodurch der Querschnitt des Körpers eine kantige Optik erhält. Im Vergleich zum Bergmolch sind sie deutlich schlanker. Fadenmolche können eine Maximalgröße von etwa 90 mm erreichen, wobei diese Extremwerte nur selten und nur von Weibchen erreicht werden. Die Männchen haben in der Wassertracht einen aus dem Schwanzende entspringenden 4-8 mm langen Faden, worauf auch der Trivialname „Fadenmolch“ zurück zu führen ist. Die Paarungszeit erstreckt sich von Anfang/Mitte März bis Ende Mai. Die 300-450 Eier werden vom Weibchen jeweils einzeln an Wasserpflanzen abgelegt.

Fadenmolche sind in der Regel nachtaktiv. 

Fadenmolchlarven haben eine gelbliche bis dunkelbraune Grundfärbung mit wenigen dunklen Flecken und sind von Teichmolchlarven kaum zu unterscheiden. Im Gegensatz zu Fadenmolch- haben Kammmolchlarven im Schwanzbereich hohe Flossensäume und lange, auffallend dünne Beine; das Schwanzende ist spitz und lang ausgezogen.

Verbreitung:

Im westlichen Europa, von Nordportugal über Frankreich und Großbritannien bis Mitteldeutschland.

Lebensraum:

Landlebensraum: Wälder, seltener offenere Landschaften.

Aquatischer Lebensraum: Teilbeschattete, kühle und klare Stillgewässer oft auch mit langsamem Wasserdurchfluss. Quelltümpel und abgetrennte Bachmäander sowie Bachversumpfungen oder leicht durchflossene Wiesengräben.

Verwechslungsarten:

Teichmolch (Lissotriton vulgaris)

Gefährdungssituation im Saarland:

Ungefährdet.

Literatur:

Laufer, H. & Fritz K. & Sowig P.(2007): Die Amphibien und Reptilien Baden-Württembergs

Bitz, A. et al. (1996): Die Amphibien und Reptilien in Rheinland-Pfalz

Kwet, A. (2005): Reptilien und Amphibien Europas

Flottmann, H. et al. (2008): Rote Liste der Reptilien und Amphibien des Saarlandes (Amphibia, Reptilia)